senden wir den Freunden des Hauses und unseren Gästen herzliche Glückwünsche aus Grafschaft. Mit vielen Gästen
feierten wir ins Neue Jahr, Küche und Service gaben ihr Bestes - es war gut. Die Menüauswahl zur Halbpension und
ein neu sortierter Weinkeller rundeten das Angebot ab. Leider fehlte der Schnee, aber wir hatten attraktive Alternativen
in Natur und Kultur. In Jägers Schmiede wurden kleine Hufeisen als Glücksbringer geschmiedet.
Das traditionelle Neujahrsgebäck gab es mit Kaffee und Glühwein. Zu den Neujahrswünschen Frieden und Gesundheit
auch die Hoffnung an den Bundespräsidenten, die Charakterstärke von Frau Käsmann anzustreben.
Wo bleibt der Amtseid : "Schaden vom deutschen Volke abzuwenden"?
Wir spendeten dem SGV wieder eine Bank wie 2007, um der Bankenkrise entgegenzuwirken
- die steht an einem schönen Aussichtspunkt der heilklimatischen Kurwege in Grafschaft!
Neben der Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen unterstützen wir mit dem Dorf Grafschaft weiterhin
die Armenhilfe der Borromäerinnen im Kloster. Aber was ist das gegen
die 1 Billion Dollar (1000 Milliarden), die der Irakkrieg des Mr. Bush gekostet hat !?
Nun möchten wir in diesem Jahresbrief mitteilen, dass Frau Gertrud Müller im Februar 2011
im Alter von 85 Jahren friedlich entschlafen ist. Mit 10 Jahren verlor sie den Vater. Mit nur einem Auge sehend,
den Anforderungen in Familie und Hof getrotzt, während des Krieges im Münsterland Bäuerin gelernt, das Hoferbe
angetreten, geheiratet, 3 Kinder großgezogen, den Mann in den letzten Lebensjahren gepfl egt, 60 Jahre 7-Tage-Woche.
Danke!
Ohne die 13.Generation war es ein anderes Weihnachten.
Jetzt sind die Nächsten gefordert, die Zukunft des Hauses zu gestalten.
Den langjährigen Mitarbeitern auch ein Danke für die Unterstützung. Wir verstärkten
unser Team durch eine Auszubildende Frau Svenja Bartlewski und eine Praktikantin
Frau Lisa Paffrath und den Koch Herrn Rainer Schröder. Qualitätssicherung durch Weiterbildung,
Training und gelebte Gastfreundschaft sind weiterhin Grundlagen unserer Arbeit.
Zu den üblichen Renovierungen, erweiterten wir ein Balkonzimmer zu einem Appartement.
Ein gutes Obstjahr war Vorraussetzung eines Rohbrandes, der bis zum 8.1.12 abgeschlossen wurde.
Der Feinbrand unseres Hausbrandes erfolgt 2012 wieder jeden 1. Freitag im Monat.
Auch zu besonderen Anlässen und Familienfeiern öffnet der Zoll die Destille.
Unsere Angebote haben wir erweitert, sie stehen auf der beigelegten Preisliste für 2012.
Nach mehrmaligen Beobachtungen zur Tag-und Nachtgleiche am 21.März und 21. Sept.
(Äquinox) in Wormbach und am Kloster Grafschaft bieten wir bei hoffentlich klarem
Wetter einen Ausfl ug an. Hintergrundinformation dazu auf der Rückseite.
Mit gutem Service, guter Küche, einer individuellen Wanderberatung, der im Zimmerpreis
enthaltenen Sauerlandcard, die kostenloses Fahren inklusive Ermäßigungen erschließt,
können wir aufwarten.
Wir freuen uns auf Sie!
Irmgard und Hans-Georg Müller-Heimes und das Gasthof-Heimes Team
Diese beiden Zeitpunkte beobachten die Menschen neben Sommer- und Wintersonnenwende mit besonderer Aufmerksamkeit.
Aussaat, Ernte, neues Licht bringt ein neues Jahr. Mit der Steuerung des Kirchenjahres wurde auf dem Konzil von Nicea im Jahre 325
ein bedeutender Beschluß gefasst: Das Osterfest sollte gemeinsam begangen werden. Deshalb wurde Ostern auf den ersten Sonntag nach
Frühlingsvollmond festgelegt. Das bedeutete nicht nur für die Zentren der Christenheit, sondern auch für abgelegene Orte eine genaue
Beobachtung des Frühlingszeitpunktes.
Für das Kloster Grafschaft, 1072 vom Kölner Erzbischof Anno als Benediktinerkloster gegründet, ließen die Mönche in der Ur-Pfarrei
Wormbach (800 n.Chr. gegründet) Deckenmalereien in Form von Sternzeichen anbringen.
Es sind die einzigen nördlich der Alpen! Heinz Kaminski - früher Leiter der Sternwarte Bochum - rechnete aus, dass diese, den
Sternkonstellationen entsprechend, im 12/13. Jahrhundert entstanden sind.
Entsprechend der Ost-West-Achse der St-.Peter- und Paulkirche in Wormbach ging die Sonne auf. - genau zum Frühlingsanfang.
Die Verlängerung ist eine Linie zum höchsten Dorf Nordrhein-Westfalens Altastenberg.
Auf alten Karten, eine hängt im Südeingang des Kloster Grafschaft, wird das Dorf Lichtenscheid genannt.
Es gibt noch einen Weg Am Lichtenscheid und einen Osterhügel.
Während des Neubaus des Klosters 1734 - ca. 1750, die Jahreszahlen sind über jedem Flügel in Inschriften versteckt, wurde auch
die 1832 abgerissene Klosterkirche in Ost-West Richtung gebaut.
Im Jahre 2009, 23.9. begaben sich Dieter Müller, Harald Dick, H.G. Müller-Heimes mit freundlicher Erlaubnis der Borromäerinnen
in das höchste Stockwerk des Klosterturms. Dort konnten sie einen herrlichen Sonnenaufgang über der Almert sehen und
fotografi sch dokumentieren. Wie sich in umfangreichen Messungen und Berechnungen herausstellte, traf der Sonnenstrahl zum
Herbstanfang und dann auch zum Frühlingsanfang nochmals dokumentiert, durch ein Chorfenster der alten Klosterkirche auf
das aufgeschlagene Buch des Ordensgründers Benedikt, der exakt an dieser Stelle angebracht war und hier bis 1950 eingemauert war:
Für 12 Minuten am 21.März, Frühlingsanfang, Namenstag Benedikt, letzte Messe der Mönche nach Aufl ösung des Klosters 1804.!!!!
Hierzu stellt der Grafschafter Dieter Müller, Dipl.Ing. im Ruhestand, bis zum Frühlingsanfang seine GPS-Messungen,
Berechnungen, Dokumentationen ins Internet.
Sie sind dann in der Home-Page des Grafschafter Verkehrsvereins
www.grafschaft-tourismus.de unter dem Link "Äquinox-Klosterkirche" zu sehen..
Obige Aufnahme stützt die Vermutung, dass um den 21.09. und 21.03. herum der
Sonnenstrahleinfall der aufgehenden Sonne durch das Seitenfenster im Chorraum
Richtung Statue des St. Benedikt an der Kathedralenrückwand erfolgte (geringer
Südwinkel zum Strahl bei Tag- / Nachtgleiche).
Plan des Klosters aus dem Jahr 1832
Aufnahme: Stefan Didam
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Grafschaft